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Geschichte der Glasherstellung



Formgebung

Je nach Produkt wird Glas unterschiedlich geformt. Dabei unterscheidet man vor allem Gläser, die gepresst, geblasen, gedüst, gesponnen oder gewalzt werden.

IS-Maschine bei der Flaschenproduktion
  • Hohlglas wird in mehreren Verfahren durch Pressen, Blasen, Saugen und Kombinationen dieser Techniken hergestellt. Hier dominiert die IS-Maschine, die im Blas-Blas-Verfahren arbeitet. Für höherwertige Tafelware kommen Press-Blas-Verfahren zum Einsatz, die karusellförmig arbeiten.
  • Glasfasern werden durch Spinnen im so genannten TEL-Verfahren produziert.
  • Flachglas wird im Floatverfahren hergestellt, gezogen, gewalzt oder gegossen
  • Rohrglas


Frühzeit

Gläsernes Tropffläschchen in Form eines Gladiatorhelms, römische Arbeit, 1. Jh. n. Chr., Römisch-Germanisches Museum, Köln

Natürlich vorkommendes Glas wie Obsidian wurde seit der Steinzeit zur Werkzeugherstellung (Faustkeil) benutzt.

Die ältesten archäologischen Funde von Glas stammen aus Ägypten um 5000 vor Christus. Dabei handelt es sich um einfache Glasperlen.

Chr.Das Glas wurde zumindest zweimal erfunden einmal als Silizium-Kalium-Gemenge wohl in Mesopotamien wobei sand den Siliziumanteil lieferte und Kalium aus Pflanzenasche gewonnen wurde und ein zweites mal als Silizium-Natron-Gemenge in Ägypten, wobei Sand mit Natron aus dem nordägytischen Natronsee verschmolzen wurde. Vor 1550 v. gab es zumindest in Ägypten kein Glas.

Kisa unterteilt die Glasgeschichte vor der Erfindung des Glasblasens in drei Teile:.

  • Erste ägyptische glaskunstblüte (18 bis 21 Dynastie): Stabgeformte Gefässe die auf VorBilder in Ton, Stein oder Metall zurückgehen. Man kennt Lotoskelchbecher Granatapfelgefäße, Krateriskoi, Kohltöpfe und Kohlpalmsäulchen die als rein ägyptische Form angesehen werden. Besonders seit Thumosis III kommen Importgefäßformen aus dem Mittelmeergebiet (Amphoriskoi, Linsenflasche, Hänkelflasche, Bilbils und Sonderformen) hinzu. Die Gefäße sind meist dunkelblau-schwarz oder weis-grau. Als Dekor sieht man Fadenverzierungen in Zickzack- oder Girlandenform in gelb, weiß, und hellblau sowie tordierte Fäden im helldunkel Kontrast. All diese Gefäße dienen der Aufbewahrung von Ölen, Parfümen und anderen Schminkutensilien.
  • In der zweiten ägyptischen glaskunstblüte (dritte zwischenzeit bis Perserherrschaft) sind die Formen kanonisiert und beschränken sich auf Arybaloi, Alabastra, Amphoriskoi und Oinuchoi. Sonderformen sind sehr selten, alle Gefäße sind mit einem Fadendekor verziert.
  • Dritte ägyptische glaskunstblüte (Hellenismus): Es tritt nicht nur eine völlig neue Formenwelt auf, sondern vor allem neue Herstellungstechniken, die zum Teil aus dem Osten eingeführt, zum Teil jetzt erst entwickelt wurden. Neben Intarsien und Perlen Finden wir polychrome Mosaikschalen und die Gefäße der "Canossa Gruppe".

Der Vertrieb der Rohlinge an weiterverarbeitende Glaswarenersteller oder Kunsthandwerker erfolgte über Händler. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die einzelnen Produktionsstätten sich auf die Herstellung jeweils unterschiedlich eingefärbte Gläser spezialisiert hatten. in Quantir östlich des Nildeltas regelrechte Glasmanufakturen. a. unterhielten die Ägypter u.Schon ab 1250 v. Chr. Dort wurden Glasrohlinge in einem zweistufigen prozess hergestellt. Ein zwischenglas entstand, welches anschließend zertrümmert wurde. Aus den von Verunreinigungen des ersten Produktionsschrittes befreiten Scherben schmolzen die Ägypter Glasrohlinge von zehn Zentimeter Dicke, die durch Beimischung von Metalloxiden unterschiedlich eingefärbt werden konnten. So produzierten beispielsweise die Handwerker in Qintar hauptsächlich rotes Glas, welches sie durch Beimengung von Kupfer erhielten. Laut der britischen Archäologin Caroline Jackson waren Glasgegenstände aufgrund des komplizierten Herstellungsverfahrens ein hohes Statussymbol, welches sich nur die ägyptische Elite leisten konnte.

Chr.Aus der Bibliothek des assyrischen Königs Assurbanipal ist ein Glasrezept in Keilschrift überliefert, das um 650 v. Chr entstanden ist: 60 Teile sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen und 5 Teile Kreide. Aus Persien kommt im 4. Jahrhundert v. erstmals klares farbloses Glas.

Jahrhundert an dem eine dreidimensionale figurative Darstellung angebracht ist, die im Gegenlicht rot und im Auflicht opak-gelbgrün erscheint.Die Römer stellten Diatretgläser her, meist glockenförmige, prunkvolle Trinkgefäße die bis heute wegen ihrer künstlerischen Qualität bewundert werden. Eines der berühmtesten römischen Gläser ist der im Besitz des Britischen Museums befindliche Lykurgosbecher[2] aus dem 4.

Durch die Glasbläserei wurde Glas zur Massenware im ganzen römischen Reich. Die ersten Pfeifen waren Tonröhren, später benutzte man Metallrohre mit denen man größere Gefäße herstellen konnte. wurde an der östlichen Mittelmeerküste die Glasmacherpfeife erfunden. Chr.Im ersten Jahrhundert v.




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